Beispiel eines durchgeführten Teamführer-Seminars zur
Motivation von Mitarbeitern
 
Die unterste Managementebene soll im Bereich der Motivation der Mitarbeiter geschult werden. Die Teamführer sollen über ihre Führungskompetenzen im Bereich der eigenen „Motivationskünste“ nachdenken können und auf der Basis eines individuellen Feedbacks sowie gezielter Theorie-Inputs das eigene Handeln optimieren lernen.
Voraussetzungen
  • Es sollen für die Ebene der Teamführer eines Betriebes der metallverarbeitenden Industrie (ehemals Vorarbeiter) Seminare zum Thema Motivation der Mitarbeiter durchgeführt werden
  • Die Veranstaltungen sollen in Tagesblöcken stattfinden, 8:00-17:00 Uhr
  • Die Teilnehmerzahl beträgt 4 – 6 Teamführer
  • Der Tagungsort könnte betriebsnah oder auch extern (martin + martin weiterbildung) sein

Lehrgangskonzeption

Üblicherweise könnte man mit bestimmten Theorieansätzen (Maslow, Herzberg, Lewin, sog. Eisbergtheorie etc.) die Inhalte des Tagesseminars füllen. Es erscheint hier allerdings nicht sinnvoll, mit einem solch klassischen Seminarprogramm zu arbeiten.

Gründe für unsere Vorgehensweise

  1. Die besten Theorieansätze sind die komplexen, intellektuell anspruchsvollen, die die Teilnehmer meist nur schwer in die Praxis umsetzen können.
  2. Das Transferproblem (die Übertragbarkeit in die Praxis) ist hierbei also am größten.
  3. Jeder Theorieansatz erklärt nur eine bestimmte Auswahl von Phänomenen, daher bleibt es immer fraglich, ob man „zufällig“ die Anliegen und Problemstellungen der Teilnehmer trifft.
  4. Die Teilnehmer haben unterschiedliche Vorbildungen (Meister; Facharbeiter; fachfremde Ausbildungen: Metzger, Bäcker etc.; Allgemeinbildung, Seminarerfahrung)
  5. Alle Teilnehmer sind sehr unterschiedlich in ihren Fähigkeiten, Mitarbeiter zu führen (alte und junge Teamführer, lange und kurze Betriebszugehörigkeit, selbst motiviert oder auch nicht, eher autoritär strukturiert oder eher die Mitarbeiter einbeziehend etc.)

Konsequenzen aus unserem Ansatz

  • Weniger Theorie und mehr Praxis
  • Bei den Anliegen und Fragestellungen der Teilnehmer ansetzen
  • Verwendung sog. erlebnisaktivierender Methoden: z.B. Rollenspiele, Fallanalyse, etc.

    Wir schlagen daher eine Konzeption unter dem Motto vor:

    Ich bin Baustein des Programms – was brauche ich?
    (Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne auführlichere Informationen zu diesem Programm)

Exemplarischer Verlauf eines Tagesseminars
Phase 1
  1. Begrüßung, Einführung und Vorstellung
  2. Kurze Vorstellung der Teilnehmer: Selbstpräsentation

Phase 2

Kurzer allgemeiner Theorieinput zum Thema: Was ist Motivation überhaupt? In der Form des Lehrgespräches

Phase 3

  1. Erhebung der Fragestellungen
  2. Vorstellung der Fragestellungen im Plenum
  3. Festlegung der Bearbeitungsreihenfolge

Phase 4.1

  1. Bericht des 1. Protagonisten
  2. Erlebnisaktivierende Methode unter Einbezug der Gruppe
  3. Austausch in der Gruppe (Sharing-feedback-Lösungen)
  4. Theoretische Einordnung

Phase 4.2

Je nach Zeitkontingent Bericht des 2., 3. und 4. Protagonisten

Phase 5

Seminarauswertung/Transferprobleme im Alltag

Zusätzliche Rahmenbedingungen
Es findet ein Vorgespräch mit der Betriebsleitung zur Klärung von Detailfragen des Lehrgangs, Wünschen und Absprachen zwischen Veranstalter und Auftraggeber statt.

Die Teilnehmer erhalten vom Veranstalter frühzeitig eine Seminarinformation über Ziel und Ablauf der Veranstaltung (kann auch vom Auftraggeber mitgestaltet werden).

Im Anschluss an die Maßnahme gibt es ein Auswertungstreffen.

Die Seminarteilnehmer bekommen einen Lehrgangsreader ausgehändigt, geeignet zum Nachlesen von Lehrgangsinhalten und zum weiterführenden Selbststudium.

Fenster schließen